166 Wahrnehmung psychischer Belastungen

Der Anteil an Ausfalltagen durch psychische Störungen wächst rasant, die Krankenkassen kommen mit der Aktualisierung ihrer Statistiken kaum mehr hinterher. Als Ursachen werden massive Über- oder Unterforderung, die Angst vor Arbeitsplatzverlust, gesellschaftliche Entwicklungen, Entfremdung und auch individuelle Persönlichkeitsmerkmale wie zum Beispiel unzureichende Resilienzfaktoren benannt. Die Tabuisierung psychischer Störungen, die Stigmatisierung von Betroffenen als ‚Risikokostenfaktoren‘ und die Scheu der Erkrankten, über ihre Probleme zu sprechen, wirken zudem verschärfend. Psychische Belastungen oder gar Krisen entstehen nicht über Nacht, den meisten geht ein langer schleichender Prozess voraus, der sich dem aufmerksamen Beobachter durch Frühwarnsignale zeigen kann. Zeigen sie sich am Arbeitsplatz, so heißt das nicht, dass der Auslöser auch im Berufssystem zu suchen ist. Der Ursache nachzugehen, obliegt dabei nie Vorgesetzten oder Kollegen – sie haben kein Mandat für eine ‚therapeutische Beihilfe‘, so gut sie auch gemeint sein mag. Dennoch: Führungskräfte stehen ihren Mitarbeitern doch in der Regel so nah, dass ihnen eine deutliche psychische Anspannung im Kontext der Rahmenbedingungen, in denen der

 


Sie wollen mehr erfahren?

Der vollständige Beitrag und insgesamt mehr als 400 weitere Führungsimpulse, Analysen, Praxis-Tools u.v.m. stehen Ihnen sofort nach Ihrer Anmeldung bei jellbull im Vollzugriff zur Verfügung!


Legen Sie HIER Ihren persönlichen jellbull-Account an
oder loggen Sie sich hier mit Ihren bestehenden Teilnahmedaten ein.