158 Systemisch?

Seit gut zwanzig Jahren setzt sich der Begriff ’systemisch‘ mehr und mehr im Bereich der Organisations- und Managementlehre durch. Dabei wird er aber auch heute noch immer wieder mit ’systematisch‘ verwechselt. Während damit eine Vorgehensweise gemeint ist, die durch logisch oder zeitliche Abfolgen bestimmt ist, meint ’systemisch‘, dass der Blick nicht auf das Individuum gerichtet ist, sondern auf die Zusammenhänge, die sich daraus ergeben, dass sich Menschen in Systemen bewegen. Ein lebendes System ist somit eine Gruppe von Menschen, die in einem von Ordnungsregeln [‚systemische Gesetze‚] geprägten Muster von Beziehungen zueinander stehen. Relevant dabei ist, dass es Ordnungsregeln gibt, die unabhängig des Wollens des Einzelnen die Beziehungsmuster bestimmen. Hieraus folgt: Ein lebendes System funktioniert nicht wie wir wollen, sondern wir funktionieren, wie es will. Es ist menschlich, dass immer wieder versucht wird, die gegebenen Ordnungsregeln zu umgehen, zu unterlaufen oder auch sie zu leugnen. Und es entspricht dem Zeitgeist, dass in Organisationen die Regeln neu ausgelegt werden, um Menschen die

 


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