134 Stress und Dekompensation

Bei andauernden schweren Belastungen sind die Möglichkeiten der Anpassung irgendwann aufgebraucht und die anfänglich eingesetzten Bewältigungsmuster beginnen zu versagen. Wenn dann Erschöpfung eintritt, fällt die Fähigkeit ab, mit weiterhin andauerndem Stress umzugehen. Die Folge ist, dass die Psyche übertriebene und unangemessene Abwehrmechanismen aktiviert. Sie zeigen sich als Desorganisiertheit, Verlust des Realitätsbezuges, Wahnvorstellungen oder Dissoziationen [verstanden als Auseinanderfallen sonst zusammenhängender Funktionen der Wahrnehmung, des Ich-Bewusstseins, der Erinnerung, der eigenen Identität und der Handlungsbewegungen]. Allgemein spricht man bei diesen Erscheinungen von Dekompensation, einer massiven Stress-Überforderung, die sich dadurch zeigt, dass die mit der Situation einhergehenden Affekte nicht mehr reguliert werden können und die Person quasi ‚ihren Kopf verliert‘. Drei Phasen des Stress Der Pionier der Stressforschung, Hans Selye, definiert Stress als unspezifische, stereotype Reaktion des Organismus auf jede Anforderung. Will sagen: Psychische Belastungen oder starke Veränderungen und Anforderungen führen zu Stressreaktion im Körper, wobei jeder Mensch auf diese Belastungen seinen Persönlichskeitsmerkmalen entsprechend reagiert. Neben einer angeborenen Veranlagung oder Empfindlichkeit spielen erlernte Umgangsmuster

 


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