004 Selbstbewusster Führungsnachwuchs

Die Fähigkeit einer Führungskraft zur Selbsteinschätzung nimmt mit ihrer hierarchischen Position ab. Dafür nimmt ihr Selbstbewusstsein zu, mit der Folge, dass immer weniger Leute sich trauen, ihr ein aufrichtiges Feedback zu geben. Irgendwann merken dies auch die ‚alten Hasen‘ und sie kommentieren es mit einem Satz wie: ‚Nach oben wird die Luft immer dünner.‘ Das Phänomen, dass sich erfahrene Führungskräfte eher an ihren Erfolgen als an ihren Entwicklungspotenzialen orientieren, ist so alt wie das moderne Unternehmertum. So galt bis in die Fünfzigerjahre der Grundsatz: ‚Der Gründer ist stets im Recht‘. In den Sechzigerjahren wurden dann die Sachgebietsleiter mächtig, und Recht hatte, wer im Organigramm  oben stand. Mit dem Harzburger Modell, das bis in die Achtzigerjahre das wichtigste Führungsprinzip war, wurde die Handlungsverantwortung an den einzelnen Mitarbeiter übertragen. Die Führungskraft gab die Richtung vor, der Mitarbeiter setzte um. Erst zum Ende der Neunzigerjahre wurden kooperative Strukturen, flache Hierarchien und Delegation hoffähig. Nach wie vor aber galten Macht, Charisma und rhetorische Begabung als

 


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