119 Organisationskrankheiten

In einer mutigen Anlehnung an die Persönlichkeitsakzentuierungen von Individuen, argumentieren Kets de Vries und Danny Miller, dass die psychologische Konstitution einzelner Führungskräfte an der Spitze einer Organisation einen bestimmenden Einfluss auf ihr Führungsverhalten und über dieses auch auf die Organisationskultur ausübt. Organisationskultur wird so zum Spiegelbild der Psyche der Leitungsebene, weil diese Ebene nicht nur maßgeblich für Strategie und Struktur der Organisation verantwortlich zeichnet, sondern mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen, ihrer symbolischen Vorbildfuktion, ihren Visionen und Phantasien auch zur Kulturbildung beiträgt. Kommt eine Organisation nun in eine Krisensituation, dann würden sich Verhaltensmuster zeigen, die den pathologischen Zügen der Leitungskräfte entsprechen. Mit anderen Worten: Hat die Leitungsebene beispielsweise tendenziell eine eher ängstliche Persönlichkeitsakzentuierung, so zeigt sich dies in pathologischer Ausprägung auch in der Organisation. Anhand empirischer Untersuchungen der beiden Forscher werden fünf ‚Organisationskrankheiten‘  unterschieden. Psychische Deformierungen von Organisationen Die paranoide Organisation äußert sich in einer Überbetonung der organisatorischen Kontrolle. Verdächtigungen und Misstrauen führen zu einer Vielzahl an Berechnungs- und Prüfsystemen. Diese Maßnahmen reflektieren den

 


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