215 Machtstrukturen

Neben den Verhaltensmustern im Konflikt gilt es auch einen Blick auf die Machtquellen der Konfliktbeteiligten zu haben und zu bewerten, ob sich diese im Gleich- oder Ungleichgewicht befinden. Es ist wichtig zu erkennen, ob es ein die Konfliktlösung beeinträchtigendes Machtgefälle oder eine Machtbalance gibt, die die Arbeit begünstigt und voran bringt. Der Konflikttheoretiker Bernard Mayer hat in seiner Veröffentlichung ‚The Dynamics of Power in Mediation and Negotiation‘ eine Einordnung der Machtquellen oder Kategorien von Macht im Verhandlungskontext vorgenommen. Machtquellen Formale Macht: Macht, die sich aus einer formalen Position innerhalb einer Struktur ableitet. Sie verleiht dem Handelnden Entscheidungskompetenz. Verfahrensmacht: Macht, die sich aus der Möglichkeit ergibt, den Verfahrensablauf zu bestimmen oder mitzubestimmen. Sanktionsmacht: Eine wahrgenommene Fähigkeit, der anderen Partei Nachteile zuzufügen oder diese an der Verwirklichung ihrer Interessen zu hindern. Belästigungsmacht: Fähigkeit, der anderen Partei zur Last zu fallen. Sie ist in der Auswirkung schwächer als die Sanktionsmacht. Macht durch Ressourcenbeherrschung: Macht, die sich aus der, gegebenenfalls auch besseren, Verfügungsmöglichkeit über

 


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