035 Konflikt aus systemischer Perspektive

Der systemisch konstruktivistische Denkansatz lehrt, dass alles, was wahrgenommen wird, Konstrukte sind. Dies bedeutet, dass es nicht die eine objektive Wirklichkeit gibt, sondern die Wirklichkeit eines jeden Individuums – und die ist subjektiv. Sie entsteht in der Beobachtung von Dingen und dem Erleben von Situationen. Hier gibt es kein ‚wahr‘ oder ‚falsch‘ wie bei gesetzmäßig nachweisbaren Tatbeständen. Die subjektive Wahrnehmung und deren Bewertung sind Grundlage für das Handeln eines jeden Einzelnen. Man spricht auch von ‚doppelter Konstruktion‘, denn im ersten Schritt wählt der Mensch aus der Fülle der Wahrnehmung einen Fokus aus und dieser bestimmt die Bewertungs- und Handlungsmöglichkeiten. Hier sind die Fragen wichtig: Auf was konzentriere ich mich? Kann ich Unterscheidungen sehen? Im zweiten Schritt erfolgt dann eine Bewertung des Fokus gemäß der subjektiven Messlatte. Diese setzt sich aus Kriterien zusammen, die dem Einzelnen sowohl bewusst als auch unbewusst sein können. Der Wahl des Fokus und dessen Bewertung folgen die Handlung und das Verhalten. Dies kann zu Konflikten führen.

 


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