206 Kommunikationsbedürfnisse

Dem amerikanischen Psychologen Dr. Taibi Kahler verdanken wir die Entdeckung, dass ein Mensch, der mit einem oder mehreren anderen spricht, einen individuellen Kommunikationsstil einnimmt und dadurch, dass er dies tut, ein damit verbundenes psychisches Bedürfnis befriedigen will. Kahler beobachtete dazu jahrelang Gesprächsprozesse und fand dabei einen Weg, menschliches Kommunikationsverhalten innerhalb kürzester Zeit entweder als produktive Kommunikation oder als Misskommunikation zu identifizieren. Erlebte er gelingende Kommunikation, so schloss er daraus, dass sich die Gesprächspartner offenbar ihre jeweiligen psychischen Bedürfnisse gegenseitig befriedigten. Gelang dies nicht, so erlebte Kahler spürbare Anspannung und Stress im Gespräch, dann ‚redete man aneinander vorbei‘, ‚verstand sich nicht‘ oder ‚verletzte‘ sich durch Einsatz hochemotionalisierter Aussagen. Kommunikation liegt Wahrnehmung zugrunde. Wahrgenommenes wird nach individuellen Mustern gefiltert und dann versprachlicht. Sitzt man zu zweit am Strand und beobachtet einen Sonnenuntergang, so könnte dies ein Mensch zum Beispiel kommentieren mit einem Hinweis auf physikalische Fakten über die Gesetze der Lichtbrechung [Wahrnehmung über Gedanken]. Oder aber damit, dass ihn der Anblick der Sonne stets tief

 


Sie wollen mehr erfahren?

Der vollständige Beitrag und insgesamt mehr als 400 weitere Führungsimpulse, Analysen, Praxis-Tools u.v.m. stehen Ihnen sofort nach Ihrer Anmeldung bei jellbull im Vollzugriff zur Verfügung!


Legen Sie HIER Ihren persönlichen jellbull-Account an
oder loggen Sie sich hier mit Ihren bestehenden Teilnahmedaten ein.