113 Umgang mit Gerüchten

Gerüchte werden von Neidern erfunden, von Dummen verbreitet und von Idioten geglaubt, meint der Volksmund – oder wie es der britische Publizist Cyril N. Parkinson formulierte: „Wo immer in der Kommunikation ein Vakuum entsteht, werden Gift, Müll und Unrat hineingeworfen.“ So wundert es nicht, dass mit Gerüchten gerade in ’sprachlosen‘ Zeiten der Unsicherheit oder Krise der Bedarf an Kommunikation und Informationen ‚befriedigt‘ wird. Liegen die Nerven blank und nimmt Orientierungslosigkeit zu oder wird offiziellen Informationen gar misstraut, dann ist das der Nährboden, auf dem Gerüchte blühen. Der ‚Flurfunk‘, durch den man beispielsweise hört ‚jemand sei überfordert‘, ‚jener stehe schon auf der schwarzen Liste‘, ‚alle Aktivitäten werden ins Ausland verlagert‘, ‚die Firma wird wohl verkauft‘, stellt sich zumeist als Flüsterpropaganda dar, deren Wahrheitsgehalt nicht belegbar ist. Viele Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass Gerüchtekommunikation ursächlich mit den Begrenzungen menschlicher Wahrnehmungsfähigkeit zusammenhängt. Nimmt die Komplexität zu und finden sich für sie keine plausiblen Erklärungsmuster, dann haben Gerüchte freie Bahn. Sie werden mit persönlichen Glaubensüberzeugungen und subjektiven Werturteilen verknüpft und werden so zu einer Information, der man

 


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