FAQ

Wen spricht jellbull vornehmlich an?

Unser Programm ist ausgerichtet auf junge Leute, die sich parallel zu ihrer akademischen, fachschulischen oder betrieblichen Ausbildung oder in ihrer ersten beruflichen Tätigkeit für eine künftige Führungsaufgabe vorbereitend entwickeln und empfehlen wollen. Der von uns zuweilen verwendete Begriff der Führungsnachwuchskraft soll in jellbull lediglich darauf hinweisen, dass es sich um die erste Führungsposition handelt, die unsere Absolventinnen und Absolventen anstreben. jellbull ist das erste volldigitalisierte Entwicklungsprogramm für angehende weibliche oder männliche Führungskräfte.

Was passiert in jellbull?

Nach Ihrer Registrierung erhalten Sie Zugang zu 300 für Ihre Führungsarbeit wichtigen Themen. Jedes ist in einer Länge von einer DIN A 4-Seite kompakt zusammengestellt. Zusätzlich stellen wir Ihnen über 50 knapp formulierte Aufgaben aus dem Führungsalltag vor. Diese Aufgaben haben wir aus Situationen abgeleitet, die wir selbst erlebt oder die uns Führungskräfte in Trainings oder Coachings berichtet haben. Sie sind wahre Schätze aus der Führungspraxis und in ähnlicher Form werden solche Situationen auch in der Zukunft die Leistungsfähigkeit von Führungsnachwuchskräften herausfordern.

In einer größeren Anzahl von Themen finden Sie ergänzende Tools in Form von Fragebögen, Checklisten oder Links. Mit ihnen können Sie Ihre Menschenkunde, Ihre eigene Rolle und Ihr Führungsverständnis reflektieren. Die Themen zum Bereich ‚Arbeitsrecht‘ beziehen sich ausschließlich auf deutsches Recht.

Etwa zwei Monate nach Ihrer Registrierung senden wir Ihnen einen Link zu einer Persönlichkeits-Typologie-Analyse zu. Die Kosten für dieses weltweit bewährte Verfahren sind bereits enthalten. Mit den Ergebnissen dieser Analyse gewinnen Sie einen noch besseren Einblick in Ihre alltäglichen Verhaltensmuster, u.a. in Stresssituationen. Für Ihre Führungsarbeit ist dieses Wissen  unabdingbar – aber selbstverständlich auch für alle anderen SItuationen, in denen Sie mit anderen Menschen zu tun haben.

Sie möchten Ihr Führungsverständnis, Ihre Überlegungen zu jellbull-Aufgaben oder andere Fragen zum Thema Führung persönlich besprechen? Sie können mit unseren jellbull-Coachs in Verbindung treten und mit ihnen Form, Inhalt, Zeit und Kosten einer individuellen Beratung abstimmen oder sich für unsere Ausbildung ‚Start2Lead‘ anmelden.

Was erwartet jellbull von mir? 

  1. Eine grundsätzlich positive Haltung zum Menschen.
  2. Eine Portion Wille, in absehbarer Zeit in einer Organisation Verantwortung für die Führung von Menschen zu übernehmen.
  3. Die Bereitschaft, zu lesen. Jeder unserer Impulse verlangt nur zwischen 10 und 12 Minuten Lesezeit. Zeit, die Sie ganz nach Ihren Möglichkeiten einplanen können.
  4. Die Bereitschaft, sich in die Führungsrolle einzudenken. Hier begleiten wir mit vielen Praxisübungen und Tools. Viele können Sie direkt ausprobieren, sie sind nicht sonderlich zeitaufwendig, aber absolute Basics für ‚gute Führung‘.

Was mache ich mit den Aufgaben? 

Die Bearbeitung der Aufgaben erfolgt zeitlich selbstgesteuert. Wir empfehlen Ihnen, sich zuerst einmal die Aufgaben auszudrucken und nach und nach einige kurze Notizen dazu zu machen, wie Sie selbst in den beschriebenen Situationen vorgehen würden. Zudem finden Sie auf den Themenseiten wertvolle Impulse, die Ihnen bei der Reflexion der Aufgaben helfen. Ihre eigenen Überlegungen, zusammen mit diesen Impulsen, verhelfen Ihnen zu einem immer besseren Gefühl dafür, wie die beschriebenen Situationen angegangen werden können. Dass wir Ihnen keinen ‚Lösungsvorschlag‘ geben ist von uns so gewollt, denn wir möchten den Eindruck vermeiden, Führungsprobleme – wie sie in den Aufgaben vorgestellt werden – könne man ‚richtig‘ lösen. Uns ist wichtiger, dass Sie viele solcher Praxisthemen kennenlernen und beginnen, sich nach und nach mit dem Facettenreichtum der Führungsarbeit auseinander zu setzen. Dazu erhalten Sie mit dem gesamten jellbull-Programm umfassend Unterstützung.

Welchen Vorteil bietet das Zertifikat?

Wenn Sie Ihren Bewerbungsunterlagen das jellbull-Zertifikat beilegen, dann kann die Person, die Sie zum Gespräch einlädt, auf unserer Webseite sehen, mit welchen Themen der Führung Sie sich aus Eigenantrieb bereits beschäftigt haben. Dies allein ist bereits ein Pluspunkt für Sie.

Zudem bieten wir Ihnen aber eine zusätzliche Möglichkeit, Ihr Zertifikat ‚aufzuwerten‘. Dies geschieht, indem Sie einen aussagekräftigen Text über Ihr Menschenbild und Ihr Führungsverständnis verfassen und uns zusenden. Wir werden Ihren Beitrag nicht kommentieren, ihn jedoch inhaltlich und auf seine Ernsthaftigkeit hin lesen. Auf Ihrem Zertifikat werden wir sodann vermerken, dass Sie diese eigenständige Leistung erbracht haben. Da Ihr Gesprächspartner, zum Beispiel im Rahmen eines Bewerbungsgesprächs oder einer internen Stellenbesetzung ohnehin daran interessiert sein wird, wie Sie zu einer möglichen personalverantwortlichen Tätigkeit stehen, wird sich für Sie dieser Leistungsnachweis in Verbindung mit den jellbull-Themen als vorteilhaft erweisen.

Wie aktuell sind die Informationen in jellbull?

Die jellbull-Themen sind befreit von allzu viel theoretisch-historischem Ballast. Anstelle vieler Bücher, in denen eine Menge Platz und Zeit mit Erklärungen darüber vertan wird, wie ‚es früher war‘, konzentrieren wir uns auf das, was heute für Sie wichtig ist. Knackig und handfest.

Wie lange habe ich Zugriff auf die Inhalte?

Der Zugriff auf die Inhalte endet 400 Tage nach Ihrer Registrierung. So haben Sie ausreichend Zeit, sich Ausdrucke anzufertigen. Siehe hierzu auch die Informationen im Unterpunkt ‚Service‘.

Wie kann ich jellbull bezahlen?

Die aktuellen Konditionen finden Sie auf der Start-Webseite von jellbull. Privatkunden zahlen per Vorkasse oder paypal, Unternehmen und Organisationen auf Rechnung.

Warum kommen die jellbull-Beiträge in deutscher Sprache?

Aus international aufgestellten Unternehmen kamen Anfragen, ob unsere Inhalte auch in englischer Sprache angeboten würden. Wir verstehen diesen Gedanken, folgen ihm aber nicht, weil zum einen viele Inhalte [z.B. Kultur, Arbeitsrecht …] einen ‚deutschen‘ Hintergrund haben, zum anderen, weil unser Programm sich an einen noch weit größeren Kreis ambitionierter junger Leute richtet, die später Führungsaufgaben auch in Organisationen [zum Beispiel Unternehmen aus Mittelstand, Handwerk, Handel, aus Verwaltungen, Krankenhäusern, Kanzleien u.a.] anstreben, in denen die deutsche Sprache als Arbeitssprache gilt.

Wie sehen die Beiträge aus?

Würde ein Beitrag von Ihnen ausgedruckt, so hat er eine Länge von ca. einer DIN A 4 Seite.  In den Texten verlinken wir an manchen Stellen auf weiterführende Informationen. Am besten, Sie legen sich in der Cloud oder auf Ihrer Festplatte einen jellbull-Ordner für die Inputs an, damit Sie später in Ihrer ersten Führungsrolle bequem auf Ihr Material zurückgreifen können. Im Bereich ‚Services‘ stellen wir Ihnen Gliederungshilfen vor, und sicher finden Sie damit einen passenden Weg, um alle Inhalte bei sich abzuspeichern. Im Servicebereich finden Sie eine Link-Liste. Sie entstand aufgrund eines Vorschlags aus dem Teilnehmerkreis, und besteht aus einer Gesamtübersicht über alle im Programm eingesetzten externen Links.

Wie ist der Name jellbull entstanden?

Die Idee, ein gutes Vorbereitungsprogramm für junge Leute anzubieten, die sich Mitarbeiterführung mit ‚Herz und Verstand‘ durchaus zutrauen wollen, aber noch nicht so recht wissen, was da auf sie zukommt, entstand durch viele Gespräche mit Menschen aus dieser Generation. Und aus Gesprächen mit erfahrenen Personalern und Führungskräften. Und wenn ein Mensch sich über einen Lernprozess persönlich entwickelt und eine Haltung für eine neue Rolle einnimmt [to jell] und er sich anstrengt, etwas dafür zu tun, um diese Rolle auch ausüben zu können [to bull], dann wird klar, warum jellbull so heißt wie es heißt.

Was ist eine gute Führungskraft?

Auf diese Frage eine eindeutige Antwort zu geben, erscheint bei der Fülle der Perspektiven in Wissenschaft und Praxis vielleicht hochnäsig. Wir glauben jedoch, dass die Legitimation von Führung nicht mehr durch die Führungskräfte, sondern durch die Geführten geschieht. Gut ist eine Führung dann, wenn mit ihr das Konzept, das jeder einzelne Mitarbeiter mit dem ‚geführt werden‘ verbindet, erfüllt wird. Dies zu Ende gedacht ist Führung dann gut, wenn allen Mitarbeitern es ermöglicht wird, Sinn in ihrer Tätigkeit zu finden und dabei niemand derart demotiviert wird, sein vertraglich vereinbartes Leistungsversprechen zu erfüllen.

Brauche ich jellbull wirklich?

Dass viele unserer Gesprächspartner meinten, sie hätten ein solches Programm auch gerne gehabt als sie selbst ‚ins kalte Führungswasser geschubst wurden‘, ist wohl ein eher sentimentales Argument. Vermutlich haben Sie selbst aber schon wahrgenommen, dass

♦ Führungskräfte immer weniger fachlich, dafür immer stärker mit ihrer Kompetenz, zwischenmenschliche Angelegenheiten störungsfrei zu steuern, gefordert werden;

♦ die neuen Bedingungen, in die Sie sich nun als Next Generation mit Anforderungen einer digital-global-diversifizierten Welt hinein entwickeln, zu ebenso neuen Erwartungen an die Führung führen;

♦ Vernetzung, Kollaboration, Dezentralisierung, Internetionalisierung, Touchpoint-Kommunikation oder auch das Mitarbeiterfeedback von Führungsleistung im Web zu den nicht mehr wegzudenkenden Rahmenbedingungen im Business gehören;

♦ die profitabelsten Organisationen diejenigen sind, die in schnell wachsenden Märkten auf intelligente Weise aus ihren Forschungs- und Entwicklungsleistungen faszinierende Produkte und Dienstleistungen marktfähig machen und in denen die erwirtschafteten Erlöse die Kosten übersteigen. In zudem sozialprofitabel geführten Organisationen entsteht ein Gewinn dadurch, dass Menschen Sinn in ihrer Arbeit finden und sich dies in großer Leistungsbereitschaft widerspiegelt abzüglich der für gute Führung eingesetzten Mittel wie Zeit, Aufmerksamkeit, Humor oder konstruktive Anerkennung und Kritik.

Dass sich Sozialprofitabilität und Umsatzprofitabilität nicht zwingend beißen, wird immer wieder unter Beweis gestellt. Eine Selbstverständlichkeit ist dies aber längst noch nicht – ein guter Grund mehr, sich als Führungsnachwuchskraft für gute Führung einzusetzen.

Diese und viele andere Wahrnehmungen waren für uns Anlass, Ihnen mit jellbull eine Möglichkeit zu geben, die aus unserer Sicht wichtigsten zwei Fragen zu klären: Will ich wirklich führen? Und: Habe ich dafür gute Methoden? Wenn Sie diese beiden Fragen bereits jetzt bejahen können, dann brauchen Sie jellbull sicher nicht.

Kann ich die jellbull-Macher auch kontaktieren?

Na klar. Sie können uns dazu am besten gerne mailen. Da wir unserer täglichen Arbeit in der Führung, im Coaching, im Training oder auch in der Therapie nachgehen, ist das Telefon ein meist weniger geeignetes Medium, um mit uns in Kontakt zu treten. Aber wir antworten gerne zeitnah auf Mails an team@jellbull.de.

Gab es früher für Führungsnachwuchskräfte auch so etwas wie jellbull?

Eine professionell gestaltete Arbeit zur Entwicklung potenzieller Führungskräfte gibt es erst seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Davor wurde man eher mehr auf der Basis von Willkür, Sympathie oder dem besten Fachwissen in die Führungsrolle befördert. Danach mischten sich zunehmend auch Ergebnisse aus Assessment Centern oder Trainingsprogrammen bei. Letztlich war das kalte Wasser, in das man gestoßen wurde, aber deshalb kalt, weil eine Ablehnung einer Führungsaufgabe gleichgesetzt werden konnte mit dem Ende der Karriere. Eine Idee wie jellbull wäre damals natürlich auch an der nicht vorhandenen Technik und Technologie gescheitert. Wesentlicher jedoch ist es, dass die heutige Generation junger Führungskräfte mit deutlich anderen Einstellungen ‚an die Arbeit geht‘ wie die ‚alten Führungshasen‘.

Was kennzeichnet denn den heutigen Führungsnachwuchs aus Sicht der früheren Generationen? 

In der Jugend-Generation der heute 45+-Führungskräfte waren Globalisierung, Digitalisierung, Diversity, Virtualität, Robotik oder so etwas wie Windows 10, iPad oder gar Industrie 4.0 noch ferne Galaxien der Arbeitswelt – die heutige jellbull-Generation wächst damit auf. So wie mit Besitz, der der heutigen Generation in einem Umfang zur Verfügung steht wie keiner anderen vor ihr. Oder wie mit internationalen Erfahrungen und Sprachkenntnissen, die die sogenannten Generationen Y und Z wie selbstverständlich ‚drauf haben‘. All diese Gaben machen flexibel und damit – kaum verwunderlich – auch die Haltung zu einer Rolle wie ‚Führungskraft‘. Für 45+ war es ein Ziel, zu führen und meist auch der einzige Weg, ‚um aus seinem Arbeitsleben etwas zu machen‘. Als ‚Lohn‘ für die Führungsrolle lockte Geld und Sicherheit.

Für 25+ ist die Übernahme der Führungsrolle heute meist das Ergebnis einer ‚Verhandlung unter allseitiger Unsicherheit‘. Das klingt schwierig, aber weil die junge Generation ihre Flexibilität nutzt, um bisher scheinbar feste Grundsätze in Arbeit, Familie und Freizeit zu hinterfragen, ist es auch für Organisationen nicht mehr leicht, sie für ‚Führungsarbeit‘ zu gewinnen. Die klassischen Insignien der Macht oder das Prestige eines Firmenwagens locken nicht mehr. Sinn, Bildung, Balance, Teamspirit und Selbstbestimmung schon eher. Dieser Einstellungswandel ist ein Fakt, daher stehen alle vor der Aufgabe, ihn mit den heutigen Anforderungen an gute Führung in Einklang zu bringen. Führungskräfte der älteren Semester sind gefordert, sich neu zu kallibrieren. Junge Nachwuchskräfte sind gefordert, die Grundlagen guter Führung schneller denn je zu lernen. Gerne hilft Ihnen jellbull dabei.

Und was sonst noch?

Wenn wir in der männlichen Form die Haupttexte schreiben, sollten sich darauf die Männer unter Ihnen nicht allzu viel einbilden. Immer sind die weiblichen künftigen Führungskräfte und diejenigen mit einer anderen Geschlechtsidentität natürlich mitgedacht. Und dann schreiben wir meist nur über ‚Organisationen‘ und nutzen nur selten den Begriff ‚Unternehmen‘. Der Grund ist einfach: nicht jede künftige Führungskraft arbeitet in einem Unternehmen, viele in Non-Profit-Organisationen, Agenturen, Kanzleien, Ämtern, Schulen, Krankenhäusern usw. – und dafür ist die ‚Organisation‘ der aus unserer Sicht beste Oberbegriff.

Zum Abschluss – einige Worte vom Initiator