196 Ermahnung und Abmahnung

Es ist Aufgabe der disziplinarischen Führungskraft, das Fehlverhalten eines Mitarbeiters – zum Beispiel ein verspätetes Erscheinen am Arbeitsplatz – direkt anzusprechen und korrektes Verhalten aufzuzeigen und einzufordern. Gegebenenfalls erarbeiten Führungskraft und Mitarbeiter gemeinsam Maßnahmen, das Leistungs- oder Verhaltenshindernis aus dem Weg zu räumen. Spätestens bei erneutem Fehlverhalten jedoch ist ein offizielles Mitarbeitergespräch zu führen – dazu bietet sich dem Vorgesetzten – bevor er zur Abmahnung greift – zuerst noch die sanftere Variante der ‚Ermahnung‘ als arbeitsrechtliche Maßnahme an: Ermahnen und Abmahnen Die Ermahnung:  Sie kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Obwahl das Fehlverhalten des Mitarbeiters gerügt wird, enthält sie keine Androhung, das Arbeitsverhältnis gegebenenfalls zu kündigen. Zweckmäßig ist es, die Ermahnung zeitnah auszusprechen oder – falls sie schriftlich erfolgt – auszuhändigen. Eine Frist ist nicht einzuhalten. Die Ermahnung kommt einer Belehrung oder einem kollegialen Ratschlag gleich. Sie ist die Vorstufe zur Abmahnung und ist kündigungsrechtlich ohne Bedeutung. Die Abmahnung: Sie ist arbeitsrechtlich relevant und beinhaltet die Androhung, das Arbeitsverhältnis im Wiederholungsfall zu

 


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