116 Disziplinarmaßnahmen

Eine Disziplinarmaßnahme im Sinne der Arbeitsrechts wird dann erforderlich, wenn eine Dienstverfehlung vorliegt. Unter einer Dienstverfehlung sind alle Verstöße gegen arbeitsvertragliche Pflichten zu verstehen, die auf einem Fehlverhalten des Mitarbeiters beruhen. Der Begriff Dienstverfehlung umfasst, neben schwerwiegenden Verstößen wie zum Beispiel Betrugsfällen oder vergleichbaren Tatbeständen, unter anderem auch Verstöße gegen grundlegende Sorgfaltspflichten, Arbeitsanweisungen, Sicherheitsvorschriften und Richtlinien. Disziplinarmaßnahmen haben zum Ziel, einen Mitarbeiter wieder zur ordnungsgemäßen Erfüllung seiner arbeitsvertraglichen Pflichten anzuhalten. Zeigt die entsprechende Maßnahme keine Wirkung, so ist sie in der Regel der Ausgangspunkt zu weiteren arbeitsrechtlichen Maßnahmen, die in der Kündigung des Arbeitsverhältnisses münden können. Dies hat auch Gültigkeit für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Schritte zur Disziplinierung Sobald eine Führungskraft Kenntnis von arbeitsrechtlichem Fehlverhalten eines Mitarbeiters hat, muss sie schnellstmöglich den direkten Vorgesetzten und den Personalbetreuer – so es einen Personalbereich in der Organisation gibt – informieren. In der Regel ist der nächste Schritt, dass mit dem Mitarbeiter ein Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung geführt wird – was ist warum wie passiert?

 


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